Monika Baum | Kirstin Eichenberg

Fotomalerei | Felsfragmente

Die aktuelle Ausstellung in der Werkstatt Zuoz zeigt zwei künstlerische Positionen, die die Auseinandersetzung mit Phänomenen der Natur verbindet. Die ungewohnten Perspektiven schaffen Raum für neue Bilder und Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Monika Baum präsentiert Aufnahmen von Wasser. Aus großer Nähe fotografiert, wird diese Materie auf eine Weise sichtbar, wie sie uns im Alltag eher verborgen bleibt: als ein Ineinanderfließen von Formen und Farben, festgehalten in einem Sekundenbruchteil. Durch die ungewohnte Nahsicht „malt“ Monika Baum die Welt des Wassers in einem neuen Licht. Die Perspektive aus nächster Nähe verändert die Oberfläche des Wassers und macht Platz für neue Assoziationen: imaginierte Landschaften, flackernde Lichtspiele und schillernde Panoramen.

Monika Baum ist Professorin i.R. für Architektur und Innenarchitektur, Künstlerin, Designerin, Fotografin und erhielt für ihre Werke zahlreiche Preise. Sie lebt in Detmold.

Kirstin Eichenberg findet auf ihren langen Wanderungen durch die Natur Dinge, die sie ansprechen. Das können Tierhaare sein, Holzfragmente, Baumpilze, Arvennadeln – oder Steine. Ihre Erkundungsgänge folgen keiner bestimmten Absicht, Themen kommen beim Gehen. Der genaue Blick und der Zufall eröffnen Möglichkeiten, Dinge neu zu sehen. So ist ein Stein nicht mehr nur ein Stein, sondern plötzlich ein ganzes Bergmassiv. Im Kleinen zeigt sich das Große. Die Felsfragmente werden zu Miniaturen der Umgebung. Eine verdichtete Landschaft, an der niemand gewirkt hat außer der Natur. Man muss sie nur sehen.

Kirstin Eichenberg, geboren 1975 in Kassel (D), ist Grafik-Designerin, Künstlerin und Kuratorin. Sie lebt in Berlin.

Die Werkstatt Zuoz lädt Sie herzlich ein, die Werke von Monika Baum und Kirstin Eichenberg zu entdecken und freut sich auf Ihren Besuch.

Werkstatt Zuoz – 18. Februar bis 16. April 2022

Vernissage am Freitag 18.2. 2022, 16 bis 19 Uhr

Finissage am Samstag, 16.4. 22, 16 bis 19 Uhr

Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag 16 bis 19 Uhr
Ab 21.03. nach Vereinbarung unter 078 661 41 27, oder unter schenk@werkstattzuoz.ch

Allegra

Liebe Freundinnen und Freunde der Werkstatt Zuoz, liebe Kunstinteressierte, wir laden Sie herzlich ein zur Pop-Up-Ausstellung „Allegra“ in der Werkstatt Zuoz.

Die Kuratorin Fabienne Stephan hat diese Ausstellung gemeinsam mit der New Yorker Galerie Salon94 konzipiert. Sie bringt die Positionen von sechs Künstlerinnen und Künstlern zusammen:

Sylvie Auvray
Sylvie Fleury
Takuro Kuwata
Max Lamb
Caro Niederer
Pierre Paulin

Die Werke bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kunsthandwerk und Design. Dazu gehören keramische Arbeiten, Objekte, Möbel und Malerei. Eigens für die Ausstellung in Zuoz hat die Künstlerin Silvie Auvray ein Gemälde erstellt.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in dieser „stimmungsaufhellenden Schau“ (NZZ vom 12.12.21) zu begrüssen!

Eröffnung am Sonntag den 19. Dezember 2021
15 bis 19 Uhr

Die Ausstellung endete am 09.01.2022

Gabi Fuhrimann

Ölmalerei auf Holz

In den Bildern von Gabi Fuhrimann haben Frauen einen Raum für sich – meistens für sich  allein. Auch wenn in neueren Werken zuweilen eine zweite Person auftaucht: mehrere Figuren in einem Bild bleiben die Ausnahme. Die Darstellung von Frauen ist ein zentraler Punkt in Gabi Fuhrimanns Werk. Dabei kann der Raum, in dem sie verharren oder sich bewegen, auch eine Landschaft sein.

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Gabi Fuhrimann malt mit Öl auf Holz. Grundlage können ihr gefundene Bretter sein, zum Beispiel aus Sperrholz. Diese Arbeitsweise fügt ihren Werken weitere Dimensionen hinzu: eine zeitliche durch das Wiederbenutzen von bereits vorhandenen Materialien sowie eine räumliche durch den Objektcharakter des Holzes.
Das Interesse Fuhrimanns an Strukturen ist offenbar. Es spiegelt sich sowohl in den Holzoberflächen der Bilder als auch in den wiederkehrenden Motiven: hier in den Mustern der Kleider, die in Hintergründe übergehen, dort in geradlinigen, strengen Farbkompositionen. Mit diesen abstrakten Bildflächen konstruiert Gabi Fuhrimann Farbräume, in denen sie ihre Figuren platziert: oft in eine ortlose Ferne blickend, manchmal dem Betrachter den Rücken kehrend, manchmal ihm zugewandt.
Die Beziehungen der Frauen zu den Räumen ist eng. Sie tauchen darin ab, dabei bleibt offen, was sie tun.

Die Bilder von Gabi Fuhrimann bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Farben sind kräftig, Fuhrimann trägt sie mit breitflächigem Pinsel oder Spachtel auf. Gesichtszüge bleiben vage, gleichwohl jede ihrer Protagonistinnen als Individuum mit eigener Ausstrahlungskraft erscheint. Ihnen gemeinsam sind das Für-sich-Sein und die Reflexion der sie umgebenden Welt.

In ihren neueren Werken lösen sich die strengeren Strukturen auf. Farbkleckse, wie beiläufig und experimentell aufgetragen, dominieren die Hintergründe. Lockere Farbflächen lassen bunte Landschaften entstehen. Stimmungen, die Gabi Fuhrimann in ihren Bildern erzeugt, wechseln zwischen Melancholie, Kontemplation und Leichtigkeit.

Im Winter vom 30.12. bis 13.03.2021
Im Sommer vom 14.07. bis 20.08.2021

Mi, Do, Fr, Sa von 16 bis 19 Uhr

Nachfeier der Vernissage
am 24.07.2021 von 16 bis 19 Uhr
17 Uhr Ansprache von Rolf Winnewisser
musikalische Begleitung von Andri Steiner, Bassklarinette

Graphit auf Papier

Regula Dürig

Holzreliefs

Thomas Kurer

Ein Kunstwerk kann weiterleben, es kann atmen und pausieren. Es kann sich verflüchtigen und wiederkehren. So unterschiedlich Regula Dürig und Thomas Kurer als Künstler arbeiten, so einig sind sie sich darin, ihren Arbeiten Raum zu geben und sich zu entwickeln.

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Dürig arbeitet mit Graphit auf Papier, aber wenig in ihren Werken ist Schwarz und Weiß. Die Künstlerin legt verschiedene Graphit-Schichten übereinander und erreicht so eine Fülle von Grautönen. Ihre luftigen Wolkenbilder reflektieren ein Spiel aus Licht und Schatten, das es nur für eine kurze Zeitspanne gibt. Im nächsten Moment ist schon wieder Platz für eine neue Formation. Auch ihre Zeichnungen von Wegrändern stellen flüchtige Momente dar. Je nach Jahreszeit und Lichtstimmung offenbaren die Naturelemente einen kleinen Ausschnitt ihres Daseins und damit auch die eigene Begrenztheit. Am schärfsten wird der Kontrast von Hell und Dunkel bei einer Baumkrone, die Dürig vor einen gleißenden Himmel setzt. Ist hier ein Sommertag eingefangen? Es bleibt dem Betrachter überlassen, sich den besonderen Stimmungen hinzugeben, die Dürigs Zeichnungen festhalten.

Bäume sind auch für die Arbeiten von Thomas Kurer formgebend. Das Holz der Weymouthskiefer dient ihm als Grundlage für seine Reliefs. Die plastischen Oberflächen entstehen durch Schnitzen, Fr sen oder Herausbrechen. Kurer bearbeitet das Holz nicht nur plastisch, sondern auch mit Farbe. Es sind leichte, durchlässige Töne, die er aufs Holz bringt. Und manche Fläche, die er bemalt, wird wieder weggeschnitzt. So entstehen durch Schnitzen und Auftragen dünner Farbschichten, die er aus Pigmenten mischt, neue Bildwelten. Neue Strukturen, neue Muster – alles ruft nach stetiger Veränderung. Aber dann gibt es ganz bewusste Eingriffe: eine gefräste Linie schafft Klarheit – streckenweise, bis sie wieder abbricht. Kurer erlaubt es dem Betrachter loszulassen. Denn seine Arbeiten stehen durch das Arbeiten
des Holzes nie ganz still. Und so betrachten wir, was morgen schon etwas anderes sein könnte. Die Werkstatt Hildegard Schenk lädt die Besucher*innen herzlich ein, das Werk von Regula Dürig und Thomas Kurer zu entdecken und mit ihnen neue Landschaften kennenzulernen.

Öffnungszeiten 14.02. bis 14.03.2020 (Winter), 01.07. bis 14.08.2020 (Sommer)
Mi, Do, Fr, Sa 15-18 Uhr

Öffnungszeiten 14.02. bis 14.03.2020 (Winter), 01.07. bis 14.08.2020 (Sommer)
Mi, Do, Fr, Sa 15-18 Uhr

Weitere Informationen zu den Künstlern:
www.regula-duerig.kleio.com
www.thomaskurer.ch

Bildrauschen

Katrin Furler

Eine Landkarte aus dem Jahr 1859, das Stillleben einer Zitrone, eine Frau, die mit besorgter Miene aus dem Bild hinausl uft: Die Schweizer Künstlerin Katrin Furier kombiniert in ihren Bildpaaren Motive, die überraschen. Es sind Puzzlestücke, mit denen die Künstlerin es anderen überlässt, eine Geschichte weiterzuspinnen. Wovor läuft die junge Frau mit dem leuchtend roten Haar davon? Welche Rolle spielt die alte Landkarte dabei? Und was hat es mit der Zitrone auf sich?

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In ihrer Einzelausstellung „Bildrauschen“ zeigt Katrin Furier bis zum 16. August ihre Arbeiten zum ersten Mal in der Werkstatt Hildegard Schenk in Zuoz. Die Ausstellung ermöglicht einen breitgefächerten Einblick in ihre Arbeiten und zeigt zudem neue Werke der Künstlerin. Furler studierte an der Kunstgewerbeschule Zürich (heute ZhdK) und arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin in verschiedenen Bereichen: Bühnenbild, Innenarchitektur, Kostümbild. Diese unterschiedlichen Erfahrungen haben Furlers Arbeiten stark beeinflusst. Die Muster bunter Stoffe zieren kompakte Holzwürfel, zerrissene Zeitungsfetzen sind von neonfarbigen Schnüren durchzogen. Furler verwendet häufig Malträger wie Holz, Karton, Zeitungen, bedruckte Papiere, die ursprünglich einen anderen Nutzen hatten und somit Alltagsspuren aufweisen. Die Künstlerin übermalt, schneidet, löchert, bearbeitet mit Acryl, Graphit, Tusche und Öl. Es ist eine farbenfrohe Welt, die Furier hier geschaffen hat. Eine Welt mit Ecken und Kanten, in der die Patina von benutztem Karton den gleichen Stellenwert hat wie die zerbrechliche Qualität von Japanpapier.

www.katrinfurler.ch

Ziegen

Rita Schattauer

Bäcker und Konditoren

Rita Schattauer


Holzlandschaften

Thomas Kurer


Papier bewegt

Lisa Enderli

www.regula-duerig.kleio.com

Sommerbilder

Katharina Romanelli


Winterbilder

Katharina Romanelli


Barbara Schmidt - Keramik

Keramik

Barbara Schmidt


Rita Schattauer - Kuhköpfe

Kuhköpfe

Rita Schattauer